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Der interessante Fall des Monats Oktober (Fortsetzung)

Wir erinnern uns, Egons alter Windows 7-Laptop soll auf Windows 10 um-gestellt werden, weil das alte Betriebssystem nicht mehr vom Hersteller unterstützt wird. Das ist in erster Linie ein Problem der Sicherheit.

Nachdem Egon alle ihm nahegelegten Vorbereitungen abgeschlossen hat, macht er sich auf zum Techniker, der die anfälligen Arbeiten für ihn durchführen wird.

Der Techniker hat mit Egon eine sehr saubere und gleichzeitig sichere Methode ausgewählt. Die alte Festplatte, obwohl technisch völlig in Ordnung, wird herausgenommen und gegen ein SSD getauscht. SSD bedeutet ausgeschrieben „Solid State Disk“ und kann grob vereinfacht als „Festplatte ohne bewegliche Teile“ bezeichnet werden. Ein SSD arbeitet völlig geräuschlos und ist spürbar schneller als eine herkömmliche Festplatte. Ginge nun bei der nachfolgenden Installation von Windows 10 irgendetwas schief, könnte sofort die alte Festplatte wieder eingebaut werden – auf Neudeutsch eine „Fallback-Lösung“.

Egon macht es sich mit einem Kaffee bequem, während der Techniker die erforderlichen Arbeitsschritte vornimmt…

Festplatte raus, SSD rein, Funktionsprobe OK, Starten der Win10-Installation, Systempartition einrichten, Datenpartition(en) ebenso, Win10-Installation fortsetzen und mit der Einrichtung des Benutzers abschließen. Das nimmt knapp eine Stunde Zeit in Anspruch.

Egon darf einen ersten Blick auf seinen Desktop werfen und ist ernüchtert. Er sieht Windows 10 erstmals und hadert mit dem, was er sieht, bzw. mit dem, was er nicht sieht. Sein leicht panischer Blick geht zum Techniker, dann holt er sich noch einen Kaffee und hofft auf das Kommende…

Installation einer Antivirensoftware, Ausführen aller verfügbaren Win10-Updates, Installation aller auf der Liste stehenden Anwendungen, Installation der Gerätetreiber (Drucker, Scanner usw.), Mailclient konfigurieren und Maildateien importieren, Einspielen der gesicherten Daten, Anpassen des Desktops, des Startmenüs und der Schnellstartleiste.

Schon sind wieder eine oder gar zwei Stunden vergangen.

Jetzt kommt aber Egons große Stunde. Sein Desktop sieht schon fast aus wie früher, und das, was fehlt, sagt er dem Techniker. Der nimmt den Feinschliff vor. In der Praxis kommt es manchmal dazu, dass das eine oder andere Programm nicht mit Windows 10 funktioniert. Ein guter Techniker wird gegebenenfalls einige Tricks auf Lager haben, die Software trotz aller Widrigkeiten zum Laufen zu bewegen. Leider funktioniert das nicht immer, und damit muss Egon sich abfinden. Zu guter Letzt wird ein Wiederherstellungspunkt erzeugt und der Laptop heruntergefahren. Nun kommt noch einmal Acronis True Image zum Einsatz, der Laptop wird von der DVD gestartet und ein komplettes Abbild des SSD gefertigt – das wiederum auf einer externen Festplatte als Sicherheit abgelegt wird. Egon ist happy und kehrt zufrieden heim.

Damit ist grob umrissen, welcher Aufwand im Zusammenhang mit einem Wechsel des Betriebssystems entsteht. Wenn Sie auch noch mit Windows 7 arbeiten, nutzen Sie die verbleibenden Wochen, um sich zu informieren und den Wechsel zu organisieren. Der DSCC steht Ihnen dabei zur Seite, wenn Sie es wünschen.

Bernd

   
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