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Lost in Space (Verloren im Raum) 

Egon kommt mit seinem Laptop herein, legt ihn auf den Tisch und sagt: „Im Computer muss ein Bermudadreieck sein, meine Fotos sind weg!“ Er klappt den Deckel hoch, macht die „Kiste“ an und präsentiert ein paar Ordner im Dateiexplorer. Die sind zwar nicht leer, aber die gesuchten Fotos sind da auch nicht bei.

„Wo hast du die Bilder denn abgelegt, Egon?“ „Woher soll ich das wissen, ich hab sie ja nur gespeichert, wie die Kiste mir das vorgeschlagen hat“, sagt er kleinlaut.

Also werfen wir einen Blick in den Bibliotheksordner „Bilder“ – kein Treffer, die gesuchten Fotos sind auch hier nicht dabei. Wir wollen die im Dateiexplorer (rechts oben) zu findende Suchfunktion benutzen, um nach und nach die irgendwo gespeicherten Fotos zu finden.

Die Suche wird damit begonnen, dass ein bestimmtes Laufwerk (z.B. C:, D:) oder ein bestimmter Dateiordner ausgewählt werden. Die Suche umfasst diesen Standort und alle darunter befindlichen Ordner.

Wonach können wir suchen? Wenn bekannt ist, welchen Dateityps die Fotos sind, ist der einzugebende Suchbegriff schnell gefunden. „Was ist denn ein Dateityp? Das kenne ich gar nicht, “ brummelt Egon vor sich hin. Kein Wunder, denn Windows gibt von Hause aus vor, dass bei „bekannten Dateitypen“ die Endung des Dateinamens nicht angezeigt wird. Früher, also in den 80ern und 90ern, war der Dateiname relativ fix vorgegeben. Er bestand aus ein bis acht Zeichen des normalen Alphabets (a...z, A...Z) und den Ziffern 0 bis 9. Daran schloss sich zwingend ein Punkt an, gefolgt von üblicherweise drei Buchstaben/Ziffern. Diese drei Buchstaben kennzeichnen den Typ der Datei. Geläufig sind einfache Textdateien mit der Endung .txt und Bilddateien .jpg .png .bmp .gif .tif, Worddateien .doc .docx usw.

Diese engen Vorgaben sind heute nicht mehr erforderlich, weil die Rechner leistungsfähiger geworden sind. Der Dateiname (alles links vom Punkt) darf bis zu 255 Zeichen umfassen. Geblieben aber ist die Regel, dass dem letzten Punkt auf der rechten Seite des Dateinamens der Dateityp folgt. Wieviel Zeichen der umfassen darf oder sollte, lässt sich am besten mit der verbreiteten Praxis beantworten – es sind immer noch drei Zeichen, manchmal auch vier Zeichen üblich. Bei der Suche nach einer Datei, und damit kommen wir wieder zu Egon zurück, arbeitet man oft mit so genannten „Wildcards“. Der Stern * steht dabei für eine unbekannte Zeichenkette, das Fragezeichen ? für ein einzelnes unbekanntes Zeichen.

Egon fällt noch was ein: „Die Fotos fangen alle mit ’DCP‘ an, und danach kommen viele Zahlen.“ Also geben wir als Suchbegriff ein: „DCP*.???“. Der Dateiexplorer sucht nun nach allen Dateien, die mit DCP beginnen und einen Dateityp besitzen, der aus drei Zeichen besteht. Siehe da, plötzlich sind auch die Fotos zu sehen. Ein rechter Mausklick auf eines der Fotos öffnet ein Kontextmenü, und wir wählen „Dateipfad öffnen“.

Egon ist happy, und nun fällt ihm auch ein, dass sein Enkel die Fotos in einen neuen Ordner kopiert hatte. Also kein Bermudadreieck im Computer. Vielleicht hat Egon dieses unterm Hut? Könnte gut sein, dass da mal eine Erinnerung spurlos verschwindet. Wem wäre das fremd, das Bermudadreieck?

Bernd

   
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