Diverses

Der Schutz persönlicher Daten

Wer mit mir diskutiert, wird irgendwann feststellen, dass mir der Schutz persönlicher Daten sehr am Herzen liegt. „Ich habe nichts zu verbergen“. Dieser Standpunkt ist nicht nur kurzsichtig, sondern auch gefährlich. Denn wenn es dazu kommt, dass anonyme Datenhändler über Algorithmen meine Vorlieben besser kennen als ich selbst und daraus mit einer gewissen Treffsicherheit mein Verhalten vorhersagen können, mag die daraus abgeleitete zielgenaue Werbung für etliche Menschen noch bequem und gar erwünscht sein. Wenn ich aber nur noch Nachrichten zum Lesen serviert bekomme, die in mein vermutetes Weltbild passen, oder wenn der Staat jeden meiner Schritte überwachen kann, hat das gesellschaftspolitische Relevanz.

Ein auf den folgenden Seiten dieses „Freaks“ zitierter und mit grundsätzlichem Einverständnis des Herausgebers von NETZPOLITIK.ORG dem Internet entnommenem Artikel über ein von Facebook eingereichtes Patent1 soll vor Augen führen, wie „gläsern“ wir werden, wenn wir das Prinzip der Datensparsamkeit außer Acht lassen. Gerade vor dem Hintergrund der sich in vielen Ländern verändernden politischen Landschaft erscheint es mir wichtig, darauf hinzuweisen, dass demokratische Systeme nicht beliebig stabil sind. Die unter dem Stichwort „Sicherheit“ vorgetragenen Forderungen etlicher Politiker und Amtsinhaber nach Datenerhebungen und anlasslosen Vorratsdatenspeicherungen zeigen auch beim Staat das Bedürfnis, möglichst umfassende Informationen über jedes Individuum zu verfügen. Die deutsche Geschichte bietet allerdings genügend Beispiele des Missbrauchs auf Basis weitaus lückenhafterer Informationen.

Meldungen in der letzten Zeit über das Datenleck bei Facebook und die Art der Verwendung zur Beeinflussung von Wahlen über die zielgenaue Ansprache von Teilnehmern dieses Dienstes zeigen das Gefahrenpotenzial unkontrolliert gesammelter, zum Teil auch aus verschiedenen Quellen zusammengeführter und nach nahezu beliebigen Kriterien ausgewerteter Daten deutlich auf. Vor diesem Hintergrund ist der Artikel über die Patentanmeldung von bleibender Aktualität. Der Schutz persönlicher Daten ist weder einfach noch vollständig zu erreichen, zumal die gesetzlichen Randbedingungen der technischen Entwicklung weit hinterherhinken. Auch der politische Wille zur Umsetzung des durch das Bundesverfassungsgericht bereits 1981 postulierten Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung ist nicht bei jedem politischen Akteur, unabhängig von der Parteizugehörigkeit, gleichermaßen ausgeprägt. Ich wage die Behauptung, dass sich auch in diesem Personenkreis die Unwissenheit oder die Gleichgültigkeit weiter Teile der Bevölkerung repräsentativ wiederfindet. Dennoch ist aktiver Schutz der Privatsphäre (nicht nur in den eigenen vier Wänden) ein Grundrecht, das sich zu verteidigen lohnt.

Auch wenn wir in den Kursen und Konsultationen notgedrungen den Schwerpunkt auf rein technische Fertigkeiten hinsichtlich der Handhabung von Rechnern aller Art legen, bitte ich Interessierte, regelmä- ßig auch kurzfristig per Aushang angekündigte Vorträge und sonstige Veranstaltungen im Auge zu behalten. Ich werde versuchen, entweder selbst oder durch Gastbeiträge den Interessierten eine Motivation zu vermitteln, mehr zu lernen als nur die Bedienung der Maus.

                                                                                                                                                           Axel Birsul  aus Freak 04-05/18

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1) 1 Im Originalartikel ist von einem Patent die Rede. So weit ist es allerdings noch nicht, denn es handelt sich derzeit noch um eine Patentanmeldung (Patent Application), die nicht notwendigerweise zu einem Patent führt. Der Artikel wurde entsprechend angepasst

klick   Arbeiter, Mittelklasse, Oberschicht: Wie Facebook seine Nutzer einteilen will

Passwörter

Die automaitsche Speicherung nach Ausfüllen von Formblättern verhindern:

- In Firefox: über about:config  "signon.autofillForms" auf "false" setzen

- Bei den Internetoptionen die autimatische Speicherung deaktivieren

Die Passwörter erstellen durch zufällige Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen.

Keine Speicherung auf dem PC auch nicht in einem Masterpasswort.

Nicht nur ein Passwort für alles verwenden, sondern mehrere.

                                                     nach Info aus Chip 03/18   "Datendiebstahl im Browser" u.a.

 

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klick   Günstige  E-Books generieren   von Hans-Jürgen Drung aus 06/17

klick   Schon registriert (Info zur Fahrradregistgrierung)  von Axel Birsul aus 07-08/17

klick   Wer oder was ist Ido? von Stephan Streicher

 

Aus der Tätigkeit unserer Interessengruppen

klick   IG Videoschnitt Corel  von Dr. Renate Müller und Werner Weber

klick   Die IG „Pinnacle“ stellt sich vor  von Jutta Kaminsk

klick   Humor ist, wenn man trotzdem lacht  von Dr. Renate Müller und Werner Weber

klick   Linux  von Peter Strunz

klick   Interessengruppen des DSCC-Berlin als Übersicht   Artikel von Eberhard Thieme im Freal -07-08/18

 

   
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